RADIOLOGIE-FELDKIRCH

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Technik

schaedel.jpgDie Kernspin-Tomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet.
Hauptsächlich werden die im Körper vorhandenen Wasserstoffatome für die Bilderzeugung genutzt. Man kann sich die Wasserstoffatome im Körper wie sehr viele kleine, ungeordnete Kompassnadeln vorstellen.

Im Kernspin-Tomographen befindet sich ein sehr starkes Magnetfeld, das die Atomkerne in eine bestimmte Richtung zwingt. Die Atome, (in unserem Beispiel also die Kompassnadeln) stehen nun unter einer gewissen Spannung. Durch Einbringen von Radiowellen nehmen sie Energie auf und werden abgelenkt, um nach dem Abschalten der Radiowellen wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückzukehren und selbst Energie in Form von Resonanzwellen auszusenden.
Diese Signale werden von spulenförmigen Antennen aufgefangen und von leistungsstarken Computern zu Bildern umgerechnet.
Im Gegensatz zur Computer-Tomographie, bei der auch Schnittbilder erzeugt werden, können bei der MRT neben horizontalen Schichtebenen auch noch andere Schnittebenen dargestellt werden, ohne dass die Lage des Patienten verändert werden muss.

Die Technologie wurde 1946 von Bloch und Purcell unabhängig voneinander entdeckt und bald in Physik und Chemie eingesetzt – 1952 erhielten die beiden Wissenschaftler den Nobelpreis für ihre Entdeckung. Die Weiterentwicklung zu einer Technik in der Medizin, mit deren Hilfe Bilder erzeugt werden können, wurde vor allem durch Lauterbur und Mansfield ab 1973 vorangetrieben, wofür die beiden schließlich im Jahre 2003 den Nobelpreis für Medizin erhielten.